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14. August 2022 Predigt

Von anvertrauten Pfunden                         
PREDIGT am 14. August 2022, 11 Uhr, in SPEICHER
 
                                               Liebe Geschwister, liebe Gäste, ich lese Mt 25, 14-30  (Luther 2017)

Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ih-nen sein Vermögen an; dem einen gab er fünf Zent-ner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und ging außer Landes.

Sogleich ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu. Ebenso gewann der, der 2 Zentner emp-fangen hatte, zwei weitere dazu. Der aber einen emp-fangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.

Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen. Da trat herzu, der 5 Zentner empfangen hatte, und legte weitere 5 Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir 5 Zentner anver-traut; siehe da, ich habe 5 Zentner dazugewonnen.

Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!

Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe zwei dazugewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!

Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine.

Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?

Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat.

Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den un-nützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.     (Lu17)                         

Drei Vorbemerkungen, bevor wir uns dieser ja nicht ganz einfachen Rede Jesu zuwenden. Das geht ja jetzt nicht gerade runter wie Öl, wenn das da am Ende heißt Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.  Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis; da wird Heulen und Zähneklappern sein.   - Um einmal von hinten anzufangen.

1.  Vorbem.: Das ist ein Gleichnis. Da darf man nicht Punkt für Punkt einander gegenüberstellen. Und mit einem Gleichnis will Jesus nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern sie verändern!

2.    Vorbem.: Über „Pfunde“, „Talente“ und „Zentner Silber“ ließe sich reichlich streiten. Doch sollten wir das lassen. Allemal gilt: Hier wird Menschen eine (unterschiedlich angemessene) Ver-antwortung übertragen. Sie gehen damit um. - Das hat Folgen

 3.    Vorbem.: Wir bewegen uns hier im Bereich der Abschiedsreden Jesu. Er gibt seinen Freunden noch die wichtigsten Dinge mit auf den Weg, bevor er fortgeht (!)   -   Letzte Worte beinahe!


 Doch nun zu dem Gleichnis selber: Die Steigerung vom ersten über den zweiten bis zum dritten Knecht ist unverkennbar – nach dem Motto „Super!“ „Geht noch so“ bis zu „Geht gar nicht!“
                              
Der Akzent liegt dabei klar auf dem dritten – und zwar im Negativen. Die anderen beiden machen quasi das Normale!

Und wer unter Gerechtigkeit „Gleichheit“ versteht kann sich hier nur ärgern! Denn das Gleiche erhalten sie in der Tat nicht!

Natürlich ist das gewaltig vereinfacht, wenn ich sage: Du hast eine Menge mit auf den Lebensweg bekommen – nun geh damit um! Gott als der Geber aller Gaben schaut darauf, was Du aus Deinen Gaben, Deinen Talenten, Deinen Möglichkeiten – kurz: Deinem LEBEN - machst! Als Christen bekennen wir „Von dort wird ER kommen um zu richten!“ Ob wir das alle so glauben, ist eine andere Frage.

Doch wenn das stimmt, ist uns unser Leben anvertraut, geliehen. Und der HERR wird wiederkommen und genau hinsehen und Gericht halten. Ob er dann einfach nur sagt „Alles am Kreuz bezahlt!“ Ich hoffe das sehr. Aber egal und beliebig ist es vor Gott nicht, wie ich mein Leben führe. Und vor allem soll ich das, was er in mir angelegt hat, NICHT VERGRABEN! Noch einmal: Jesus bildet nicht die Wirklichkeit ab – er will die Wirklichkeit verändern!

          
                                                                     UND DER FRIEDE GOTTES…

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